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Pressemitteilung

Waldgebiet des Jahres 2019 - Urbane Wälder Rhein / Ruhr

23. November 2018

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) – die Vertretung aller Forstleute in Deutschland – verleiht den Titel „Waldgebiet des Jahres“ im Jahr 2019 an die Urbanen Wälder Rhein / Ruhr. Der Bundesvorstand des BDF wählte diese Wälder, weil sie in der Metropolregion eine überaus wichtige Rolle spielen und urbane Wälder in der Zukunft noch essentieller werden. Darüber hinaus gelingt es hier in besonderer Weise, die forstliche Nutzung in Einklang mit dem Naturschutz und der Erholungsnutzung zu bringen. Der BDF will mit der Auszeichnung vor allem auch den vor Ort tätigen Forstleuten danken, deren Tätigkeit ein überaus hohes Maß an sozialer Kompetenz, Dialogbereitschaft und Toleranz erfordert. In den Wälder von Rhein und Ruhr handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Waldkomplex, sondern um einen Kulturraum mit vielfältigen, häufig eher kleinflächigen Wäldern, die von einer Vielfalt an Funktionen, Standorten, Eigentümern, Nutzern und Interessierten gekennzeichnet sind.

Die Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres“ erhalten vorbildlich und in allen Bereichen nachhaltig bewirtschaftete Ökosysteme. Für das Jahr 2019 wird der Titel bereits zum achten Mal vergeben. Zuletzt durften sich der Wermsdorfer Wald (2018), der Frankenwald (2017), der Grunewald in Berlin (2015) und der Küstenwald Usedom (2016) „Waldgebiet des Jahres“ nennen. Nicht nur für die Forstleute, sondern auch für die Freunde und Partner des Waldes sowie die Politik und BürgerInnen der Region ist eine solche Auszeichnung Grund zur Freude, da sie regional wie überregional auf großes Interesse stößt.

Heute können sich die Urbanen Wälder Rhein / Ruhr, als erstes Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen, über den Titel für das Jahr 2019 freuen. Die Urbanen Wälder der Metropolregion sind dabei eine echte Besonderheit, die sie unverwechselbar und zur Rarität machen. Der „Ballungsraum Rhein/Ruhr“ ist geprägt durch ein Netz von 24 Großstädten mit jeweils über 100.000 Einwohnern und insgesamt 10,6 Millionen Einwohnern. Es ist die größte Städteregion Deutschlands und die fünftgrößte Europas.

Bei den urbanen Wäldern Rhein/Ruhr handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Waldkomplex, sondern um einen intensiv genutzten Kulturraum mit vielfältigen, häufig eher kleinflächigen Wäldern, die von einer Vielfalt an Funktionen, Standorten, Eigentümern, Nutzern und Interessierten gekennzeichnet sind. Durch die Lage im Ballungsraum sind die Waldflächen immer nah an den Menschen gelegen. Sie sind beliebter Erholungsraum für die urbane Bevölkerung, was zu einer hohen emotionalen Bindung der Menschen an den Wald führt und damit eine hohe soziale Verantwortung der Waldeigentümer, Bewirtschafter und auch der Stadtplaner bedingt. Hier wird die ganze Palette forstlicher Aufgabenfelder im Alltag der Forstleute abgerufen. Gleichzeitig ist der Wald wichtigster Rückzugsraum für den Naturschutz, was eine immense Verantwortung bedeutet.

Die Auszeichnung gilt daher nicht nur dem Wald selbst, sondern insbesondere der erfolgreichen Arbeit der Forstleute und Waldeigentümer vor Ort und ihrer ausgewogenen Erfüllung aller gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald sowie einer zukunftsweisenden Vernetzung mit zahlreichen Partnern für einen lebendigen Wald. „Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. Sie leisten eine hervorragende Arbeit“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF. „Die Forstleute von Rhein und Ruhr bewirtschaften „ihren“ Wald naturnah und verantwortungsvoll und sorgen mit zahlreichen Partnern für den nachhaltigen Schutz, eine sorgfältige Pflege und ermöglichen so die vielfältige Nutzung“, so Dohle weiter. „Besonders bemerkenswert ist die große soziale Kompetenz der KollegInnen, die in städtischen Wäldern notwendig ist.“