Geschäftsstelle

Bund Deutscher Forstleute e.V. - Landesverband Baden-Württemberg
Schloßweg 1
74869 Schwarzach

Tel:  +49 (0) 6262 / 925 - 125
Fax: +49 (0) 6262 / 925 - 126

E-Mail: geschaeftsstelle(at)bdf-bw.de

 

Anreise
 

Bericht

BDF-Exkursion 2019

08. Mai 2019

Die diesjährige forstliche Exkursion vom 23.-27. April führte 35 Teilnehmer in den Nationalpark „ Foreste Casentinesi“ im Bergland der Toskana.

Bestens organisiert von Peter Ostertag und fachlich begleitet von Forstwissenschaftlerin Angelika Schneider konnte die Gruppe viele neue und spannende Informationen über die Wälder in dieser Region erfahren.

Nach einer langen Anreise führte der erste Tag in die Tannenwälder des Benediktinerklosters Camaldoli. Bereits ab dem frühen Mittelalter (das Kloster wurde 1012 gegründet) haben die Mönche die vorhandenen Mischwaldbestände systematisch in reine Tannenwälder umgebaut. Diese dienten als Bauholz für die Städte der Toskana und waren auch als Schiffsmasten begehrt.

Der zweite Tag begann mit dem Aufstieg zum Franziskanerkloster La Verna. Bei schönem Wetter konnte der herrliche Ausblick über die Wälder genossen werden. Der Nachmittag war dem Thema „Edelkastanie“ gewidmet. Die Bevölkerung der Bergdörfer lebte bis Mitte der 1950er Jahre vom „marroneto“ (Kastanienhain) und der Schafzucht. Das Mehl der Maronen war Hauptnahrungsmittel und wurde in mühsamer Arbeit gewonnen. Seit einiger Zeit wird das Kastanienmehl als glutenfreie Alternative für Allergiker angeboten.

Mit einer kleinen Wanderung durch den Wald hinauf zum Kloster Vallombrosa startete der dritte Tag. Durch das Arboretum der ersten Forstuniversität Italiens führte Waldbauprofessor Piero Piussi aus Florenz. Der höchste Baum der über 100-jährigen Exotenpflanzungen misst stolze 52 Meter. Ein Spaziergang durch ausgedehnte Douglasienbestände gab Gelegenheit für forstliche Gespräche bevor die Exkursion mit einem Auftritt der Jagdhornbläser stimmungsvoll beendet wurde.

Am Samstag hieß es Abschied nehmen vom Hotel „Bosco Verde“ (Grüner Wald) und dem Casentino und mit vielen neuen Eindrücken die Heimfahrt antreten.

M. Schaible