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Klimaschutz für den Wald - Aufruf zur Klimademo

18. September 2019

Im Wald herrscht der Klimanotstand. Den hat der Bund Deutscher Forstleute (BDF) angesichts des „Waldsterbens 2.0“ Mitte Juli ausgerufen. Dabei gilt der Wald eigentlich als Klimaretter schlechthin. Jetzt muss er selbst gerettet werden. Zu allererst gilt es daher, seitens der Politik alle Anstrengungen zu unternehmen, um das Klima zu schützen und die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Sonst ist der Wald, wie wir ihn kennen und brauchen, nicht zu retten.

Der BDF ruft daher alle Forstleute und Waldfreunde dazu auf, sich am weltweiten „Klimastreik“ am 20.09.2019, also übermorgen, zu beteiligen.

Der BDF unterstützt außerdem die Bewegung „Foresters for Future“, einen Zusammenschluss von Forstleuten und Waldbesitzenden, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen.

 

Der menschgemachte Klimawandel schreitet spürbar voran. Erstes Opfer hierzulande ist der Wald. Allen Anstrengungen von Forstleuten und Waldbesitzenden zum Trotz stirbt der Wald auf großer Fläche. Patentrezepte für die Wiederbewaldung und die Aufräumarbeiten gibt es nicht. Es wird noch viel im Nebel gestochert. Der Borkenkäfer frisst schneller, als die Menschen die befallenen Bäume aus dem Wald räumen können. Einiges Totholz wird nur noch dem Naturschutz dienen können. Immerhin. Gut, wenn auch das honoriert wird.

„Der Klimawandel geht weiter und niemand weiß so recht, wie man ihm begegnen kann. Die Vielfalt scheint die Lösung. Viele Baumarten, heimische und in geringem Umfang auch verwandte Baumarten aus dem näheren europäischen Umland. Zumindest, wenn die Klimaerwärmung auf ein gewisses Maß beschränkt werden kann. Sonst droht womöglich an einigen Standorten eine Versteppung und der Wald verschwindet. Das können und wollen wir uns nicht leisten“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF.

Eine weitaus größere Bedeutung hat daher der Klimaschutz. Von jedem Einzelnen. Die Verantwortung hat dafür vor allem die Politik. Sie muss Anreize schaffen und zur Not auch Verbote. Das Ziel kann nur eine vergleichsweise schnell erreichbare Wende beim Klimawandel sein und damit eine größtmögliche Minderung der CO2-Emmissionen.

„Der BDF ruft aus diesem Grund seine Mitglieder, alle anderen Forstleute und FreundInnen des Waldes dazu auf, am weltweiten Klimastreiktag, also übermorgen, 20.09.2019, teilzunehmen und mit zu demonstrieren. Es geht um unseren Arbeitsplatz, unsere Herzensangelegenheit. Der Wald ist systemrelevant, essentiell für unsere Gesellschaft und direkt betroffen. Gehen Sie also zu den Veranstaltungen in der nächsten Stadt und zeigen sie, dass wir einen echten und vor allem schnellen Klimaschutz brauchen“, so Dohle abschließend.

Die Pressemitteilung als PDF